Verpackungen in der Pharmaindustrie

Verpackungen für die Pharmaindustrie

Die Pharmaindustrie steht im Moment natürlich unter großer Beobachtung. Dies hat aber auch zur Folge, dass mich plötzlich Themen interessieren und berühren, über die ich mir vorher keine Gedanken gemacht habe.

Meine Mutter arbeitet in der Apotheke und ist hier auch in der Arzneimittelherstellung tätig. Es ist mehr als eine Apotheke, denn in den oberen Etagen befinden sich jede Menge Labore und Büros, in denen auch Arzneimittel aus der eigenen Herstellung zubereitet werden. Bei meinem Praktikum in einer Apotheke in Essen habe ich damals Tabletten selber herstellen dürfen, allerdings mit einem sehr klassischen und manuellen Verfahren. Nun hat meine Mutter vor kurzem von einem Blister gesprochen. So wird die Produktverpackung genannt, die wir von Tabletten kennen. Eine stabile Rückwand und dann sind in den einzelnen Blistern jeweils eine Tablette oder eine Kapsel, die wir rausdrücken kann.

Vorteile der Blisterverpackungen

In der Pharmazie hat diese Art der Verpackung mehrere Vorteile. Zum einen dient die meist mit etwas Kraftaufwand und Geschick verbundene Verpackung als Kinderschutz. Gleichzeitig ist es bei individuellen Therapien oder bei der Medikamentenausgabe durch ein Krankenhaus wichtig, dass die Dosierung stimmt. Aus einer Blisterverpackung kann jede Kapsel oder Tablette einzeln entnommen werden. Ich habe mich gefragt, wie dieser Prozess wohl in der Praxis aussieht, wenn nicht kleine Mengen in der Apotheke, sondern große Mengen in der Produktion hergestellt wird. Auf dem YouTube-Kanal von Uhlmann Pac-Systeme habe ich dieses beeindruckende Video dazu gefunden:

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Pharmazeutische Verpackungsprozesse

Diese Blisterlinie BEC 300 hat mich in diesem Video wirklich beeindruckt, denn diese Geschwindigkeit und Präzision in der Pharmaindustrie ist wirklich atemberaubend. Die Maschine wird für Solidaprodukte genutzt. Dies bedeutet, dass hier feste Materialien wie Tebletten und Kapseln in die Blisterverpackungen verpackt werden. Eine solche Maschine ist auch nicht auf ein Format von Verpackungen festgelegt, sondern kann innerhalb kürzester Zeit mit wenigen Handgriffen so umgebaut werden, so dass sie auch für ein anderes Verpackungsformat eingesetzt werden kann.

Verpackungen für Parenteralia

Bei dem Thema bin ich auch auf das Parenteral Packaging gestoßen, welches den pharmazeutischen Verpackungsprozess für die in den Körper einzuführende Stoffe bezeichnet, die nicht wie Tabletten und Kapseln über den Mund aufgenommen werden. Es geht hier um Injektionen, Infusionen und auch Implantationen. Es ist auch der Prozess, wie aktuell die Impfstoffe transportiert werden. Hier geht es um sterile Prozesse, Verhinderung von Glasbruch und eine zufällige Produktion. In der Verpackungsindustrie müssen sich neue Lösungen für die Sekundärverpackungen überlegt werden, die den Inhalt zuverlässig schützen.

Nachhaltige Kartonagen, individuell geformte Sichtverpackungen und viele weitere Herausforderungen ergeben sich mit der Zeit. Wenn die Wissenschaft in der Pharmaindustrie ihren Weg fortsetzt, dann werden Parenteralia nicht nur in Zeiten von Pandemien eine große Rolle spielen, sondern auch in Zukunft bei weiteren Krankheiten für die Masse bereit stehen. Seit der Corona-Pandemie kennen wir alle die Verfahren der mRNA-Vakzine und welche Hoffnungen an diese Technologie geknüpft sind.

Wie sehen Sie die Zukunft der Verpackungen in der Pharmaindustrie? Setzen Sie bereits auf digitale Prozesse, arbeiten in der Cloud oder haben eben zuverlässige, effektive und moderne Produktionsstraßen? Wir freuen uns auf den Austausch in den Kommentaren.

Bildquelle: Uhlmann Pac-Systeme GmbH & Co. KG

Redaktion

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