Wie saniert man Industrie- und Betonböden?

Die Sanierung eines alten Industriebodens ist grundsätzlich immer möglich, wenn es sich um eine gute und stabile Bausubstanz handelt. Wenn die Oberfläche über leichte Beschädigungen oder Verschmutzungen verfügt, ist eine Sanierung in jedem Fall lohnenswert. Falls jedoch Ausblühungen bestehen oder Teile des Bodens durch immer wieder auftretende Feuchtigkeit beschädigt sind, ist zu überlegen, ob eine Sanierung überhaupt noch möglich ist. Unter Umständen muss hier über eine komplette Entfernung des alten Bodens und eine Neuaufbringung nachgedacht werden.

Vorgehensweise

Grundsätzlich muss man sich vorstellen, dass bei einer Sanierung wie bei einer Behandlung einer Krankheit vorgegangen werden muss: Die betroffenen Stellen müssen lokalisiert und behandelt werden, damit das Gesamtergebnis zum gewünschten und nachhaltigen Erfolg führt.

 Bei der Sanierung eines Industriebodens es gibt es eine große Bandbreite an Methoden und Mitteln. Diese müssen nach der Schadensanalyse geprüft und die richtige Methode ausgewählt werden. Die verschiedenen Möglichkeiten reichen hier von der punktuellen Reparatur von Einzelschäden bis hin zu einer vollflächigen Sanierung.

Sollte der Boden Risse oder Löcher aufweisen, so entscheidet deren Anzahl über die Vorgehensweise. Besonders wichtig ist es hierbei die restlose Entfernung der betroffenen Bauteile. Als erster Schritt ist auf jeden Fall eine Freilegung und mechanische Reinigung der beschädigten Bodenteile notwendig. Alle Risse und Beschädigungen müssen vor der Reparatur freigelegt und von störenden Bestandteilen wie Dreck und gegebenenfalls Stahlteilen befreit werden. Dieser vorbereitenden Maßnahmen ist eine wichtige Voraussetzung für die komplette Sanierung eines Industriebodens. Vor dem Aufbringen einer neuen Bodenschicht, einer Glättung oder dem Arbeiten mit einer Ausgleichsmasse sind diese vorbereitenden Schritte unumgänglich.

Wenn nur kleine und flache Stellen betroffen sind, kann auch ein Abschleifen zur Sanierung der Fläche möglich sein. Besonders bietet sich diese Methode an, wenn sowieso ein späteres Abschleifen der neuen Fläche geplant ist. Wenn zum Beispiel die Sanierung einer Betonfläche vorgesehen ist, muss zudem beachtet werden, ob der vorhandene Boden einen durchgängigen Aufbau aufweist oder eventuell aus einer eigenen Bodenplatte und Estrich besteht.

 Unumgänglich ist es auch, den Rissen und Löchern auf den Grund zu gehen. Bei Ausblühungen auf dem Betonboden muss dieser freigelegt werden, um die Ursache festzustellen und natürlich zu beseitigen. Ein Entsalzen der betroffenen Stellen ist unumgänglich. Falls dies nicht möglich ist, muss der alte Belag komplett entfernt werden und ein neuer Betonaufguss ist aufzubringen.

Gleiches gilt bei Korrosionsschäden. Hier sind meisten rostende Stahlarmierungen die Ursachen, die den Beton beschädigen. Die schadhaften Armierungen müssen freigelegt und komplett entrostet werden. Mit einem speziellen Ummantelungsmörtel können die Stahlarmierungen gegen erneute Korrosion geschützt werden.

Nach Abschluss der Arbeiten ist speziell bei Betonböden wichtig, an eine geeignete Imprägnierung nach kompletter Durchtrocknung der Flächen zu denken. Eine aufgebrachte Imprägnierung schützt die Bodenfläche nachhaltig vor Schmutz, Öl und Feuchtigkeit.

Fazit

Wie eingangs erwähnt, ist eine vorherige Analyse der kompletten Schadenssituation unumgänglich. Hieraus ergibt sich, ob sich eine Sanierung des vorhandenen Industriebodens wirklich lohnt oder ob ein kompletter neuer Bodenauftrag notwendig ist, um den gewünschten Zweck zu erfüllen. Auch die Methodik ist ein entscheidender Faktor. Nicht jede Sanierungsmaßnahme ist für jede Industriefläche geeignet. Ebenso ist natürlich die Nutzung der Bodenfläche zu berücksichtigen sowie die auf sie einwirkenden Belastungen.

 

Bildquelle: Pixabayuser alexanderbeck

Redaktion

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