Bosch Geschichte

Bosch – Mehr als nur Waschmaschinen-Hersteller

In nahezu jedem Haushalt stößt man sicherlich auf Geräte von Bosch, egal ob Geschirrspüler, Akku-Bohrer, Küchenmaschinen oder unzählige weitere Produkte. Das über 130 Jahre alte deutsche Unternehmen schaffte es, sich weltweit zu etablieren und sich einen Namen zu machen. Was neben Haushaltsgeräten und Elektrowerkzeugen schonmal in Vergessenheit geraten kann, ist dass Bosch auch in Sachen Mobilität, Industrie und Handwerk für neue Innovationen sorgt und darum bemüht ist, neue Impulse für die Zukunft zu setzen.

Bei all diesen Vorhaben und Anstrengungen zieht sich die Philosophie des Unternehmens und des Gründers Robert Bosch wie ein roter Faden durch die ganze Arbeit. Schon damals beteuerte dieser faire Verhältnisse und die Zufriedenheit seiner Mitarbeiter:innen. Er war sogar einer der Ersten im Land, der den 8-Stunden-Tag einführte, womit er auf seine Worte Taten folgen ließ. Einen genaueren Einblick in die Historie von Bosch und wie es ihnen trotz diverser Schwierigkeiten gelungen ist, sich an die Spitze zu kämpfen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Geschichte

Gründung

Robert Bosch, einer der wohl erfolgreichsten deutschen Unternehmer im 20. Jahrhundert, gründete 1886 in Stuttgart die “Werkstätten für Feinmechanik und Elektrotechnik”. Zuvor hat er eine Lehre zum Feinmechaniker gemacht und war für unterschiedliche Firmen sowohl im In- als auch Ausland tätig und sammelte so erste Berufserfahrungen.

Die ersten Anfänge und der Durchbruch

Am Anfang beschäftigte Robert Bosch einen Gesellen und einen Laufburschen und übernahm für seine Kunden kleine Arbeiten und Reparaturen, wie beispielsweise der Installation einer elektrischen Klingel. Ein Jahr nach der Gründung entwickelte und baute er den ersten Niederspannungs-Magnetentzünder für Verbrennungsmotoren, welches entscheidend für den Wachstum und Aufstieg seines Geschäfts wurde.

Nach mehreren Umzügen entschied sich Bosch für die Konstruktion eines Fabrikgebäudes. Es war vorgesehen, dass einige Stockwerke weitervermietet werden würden, jedoch wuchs das Unternehmen rasant und die Fabrik dehnte sich auf die umliegenden Häuser aus, da die Nachfrage stetig stieg.

Ausbreitung in alle Teile der Welt

Dass sich Bosch weltweit etablierte, hat das Unternehmen der Expansion in diverse europäische Länder zu verdanken. Das erste davon war Großbritannien und in den Anfängen des 20. Jahrhunderts gab es bereits Niederlassungen in fast allen Kontinenten. 1913 kam es sogar so weit, dass weniger als 20 % der Umsätze in Deutschland verzeichnet wurden und der Rest aus dem Ausland stammte.

Krisen

Das Hauptaugenmerk lag auf der Automobiltechnik, doch mit dem Ersten Weltkrieg änderte sich dies schlagartig. Von da an wurden in den Fabriken Granatzünder hergestellt und überwiegend Frauen waren dort anzutreffen. Als diese Krise als “überstanden” galt, ging es darum, sich im Wettbewerb von den Konkurrenten abzuheben und somit erfolgte die Produktion am Fließband.

Die nächste Herausforderung bestand darin, das Geschäft trotz der Notlage in der Auto-Industrie am Laufen zu halten, was zu einer Ausweitung des Produktportfolios führte. Neben Haushaltsgeräten wurden auch weitere Elektrowerkzeuge wie beispielsweise Haarschneidemaschinen und anderes Zubehör entwickelt und auf den Markt gebracht.

Zweiter Weltkrieg

Spätestens zu dem Beginn des nationalsozialistischen Regimes, wurde das humanistische Weltbild der Unternehmer noch einmal deutlich. Bosch, dem besonders das Wohl seiner Mitarbeiter:innen am Herzen lag, setzte sich gemeinsam mit der Unternehmensführung für verfolgte Juden ein. Dieser Widerstand umfasste nicht nur die Einstellung von diesen, sondern auch die Unterstützung mit finanziellen Mitteln für die Verwirklichung einer Emigration.

Nach der durch zahlreiche Bombenangriffe hervorgerufenen Zertrümmerung von Produktionsanlagen und dem Wiederaufbau nach Kriegsende, gelingt es Bosch, weiterhin bestehen zu bleiben. Auch wenn Bosch selbst 1942 starb, gab er seinen Nachfolgern klare Anweisungen, wie die Firma nach seinem Tod geführt werden soll. Diese konnten große wirtschaftliche Erfolge erzielen, welches sich mit Blick auf den Umsatz im Geschäftsjahr 2020 in Höhe von rund 71,5 Milliarden Euro von selbst erklärt.

Die Robert Bosch Stiftung

In seinem Testament bestimmt Bosch, dass mit den Einnahmen Bedürftigen und Menschen in Notlagen geholfen werden soll, aber auch allgemeine Notstände sofern möglich abgeschwächt und behoben werden sollen. 1964 wurde dann die Robert Bosch Stiftung gegründet, welche sich besonders in Medizin und Bildung engagiert. Mittlerweile arbeiten um die 200 Personen in der Stiftung, welche gemeinnützige Zwecke zum Ziel haben und mit ihren Mitteln versuchen, Lösungen für Fragen der Gesellschaft bereitzustellen. Dabei finanziert das Unternehmen, die Robert Bosch GmbH, die Stiftung und legt besonderen Wert auf Transparenz.

Bosch heute

In Stuttgart hat es angefangen, doch inzwischen findet man in ca. 60 Ländern über 400 Regional- und Tochtergesellschaften der Bosch-Gruppe mit fast 400.000 Mitarbeiter:innen. In der Bevölkerung assoziiert man dabei Bosch vorrangig mit Akkuschraubern und Haushaltsgeräten, die sich über Jahrzehnte bewährten und nichts an der Qualität zu wünschen übrig lassen. Jedes gute Geschäft für Hausgeräte hat Bosch in seinem Sortiment und sorgt damit für voll ausgestattete Haushalte. Insbesondere die Waschmaschinen schneiden in sämtlichen Warentests und Vergleichen gut ab, da sie über eine Vielzahl an Funktionen und Programmen verfügen und in kurzer Zeit perfekte Ergebnisse liefern. So beweist das Unternehmen, dass hinter dem großen Namen gute Ware mit hoher Qualität und auch Innovationskraft steckt, was zugleich die vielen Standorte der Forschung beweisen.

Redaktion

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