Die neue Ära für SpaceX – die bemannte Raumfahrt

Am Samstag den 30. Mai ist der Start der ersten bemannten US-Raumfahrt Flug des Raumfahrtunternehmens SpaceX geplant. Wegen schlechtem Wetter wurde der Start der SpaceX-Rakete am Mittwoch abgebrochen und auf Samstag verschoben. In Cape Canaveral, Florida ist schon alles bereit für den nächsten Versuch.

Der erste Flug dieses privaten Raumfahrtunternehmens, der bemannt erfolgt, findet in Kooperation mit der Raumfahrtagentur und Weltraumbehörde Nasa statt. Diese Mission nennt sich Launch America oder auch Demo-2. Die beiden Astronauten Douglas Hurley und Bob Behnke sollen ca. 4 Monate auf der ISS verbringen und danach wieder nach Hause fliegen. Die beiden gelangen dort mit der Raumkapsel Crew Dragon hin.Die Erwartungen der Gesellschaft und besonders der Raumfahrtbranche sind durchaus hoch, denn diese Mission ist die erste bemannte Weltraumfahrt seit 2011.

SpaceX – privatisierte Raumfahrt

Das Unternehmen SpaceX wurde im Jahr 2002 von dem Unternehmer Elon Musk gegründet. Ziel der Gründung war es, Technologien zu entwickeln, die es dem Menschen irgendwann ermöglichen, den Mars zu kolonisieren. Es handelt sich um ein privates US-amerikanisches Raumfahrtunternehmen mit Sitz in HawthorneVereinigte Staaten. Mit der Falcon 9 und dem Dragon Raumschiff ist das Unternehmen bekannt geworden als wichtiger Lieferant der Internationalen Raumstation ISS. Die Falcon Heavy der Firma SpaceX ist die weltweit stärkste Trägerrakete.

Da es sich um ein privates Raumfahrtunternehmen handelt, sind für 2020 die ersten bemannten Flüge in den Weltraum geplant. Doch das nächste Ziel soll nicht lange auf sich warten lassen, schon für 2021 plant das Unternehmen zum ersten Mal Flüge mit Weltraumtouristen.

Die Nasa hat hohes Interesse daran, dass die Entwicklungen bei SpaceX vorangehen, denn das würde für die Nasa erheblich die Kosten senken. Flüge ins All sind nämlich immer noch extrem teuer und deswegen bucht die Nasa oftmals Plätze in russischen Raketen, um ihre Nasa-Astronauten zur ISS zu bringen, und selbst dafür kostet ein Flug schon mehrere Millionen Euro. Darum hat die Nasa auch schon ordentlich in SpaceX Projekte investiert und natürlich will der Nasa-Chef, also quasi der Administrator der Nasa, auch Resultate sehen.

Wie funktioniert diese Reise?

Die beiden Raumfahrer befinden sich in der Crew Dragon Raumkapsel, die mit einer Trägerrakete, hier die Falcon-9, schickt die Kapsel ins All. Nach 10 Minuten lösen sich Raumkapsel und Trägerrakete voneinander, die beiden US-Astronauten fliegen zur Internationalen Raumstation, doch was passiert mit der Trägerrakete? Sie soll auf eine Landeplattform mitten im Atlantik zurückkehren. Dieser Teil soll dann auch für spätere SpaceX-Missionen wiederverwendet werden.

Genauso wie beim Flugzeug, soll eine Rakete übrigens betankt werden, bevor die Astronauten an Bord gehen. Doch bei dieser Mission wird unmittelbar vor dem SpaceX-Start betankt. Das liegt daran, dass der in der Rakete enthaltene Flüssigsauerstoff noch so lange wie möglich kalt gehalten werden soll. Die Nasa hat diesen Vorgang dann nach einigen Gutachten bewilligt. Diesen Vorgang nennt man übrigens load and go.

SpaceX hat Stil!

Das Design der Raumanzüge hat sich im Laufe der Zeit verändert. Für den Entwurf wurde ein Designer hinzugezogen, der sonst Superhelden Kostüme gestaltet. Die Anzüge sehen jetzt fast aus wie Film-Kostüme sind aber wohl sicherheitstechnisch von Experten überarbeitet worden. Die Helme sind ebenfalls sehr fortschrittlich, sie sind nämlich genau an die Köpfe der beiden Astronauten angepasst, indem sie mit einem 3D-Drucker hergestellt wurden. Der geplante SpaceX-Flug hält also einige spannende Details bereit, da einiges neu und unerwartet ist.

Der Erfolg des Elon Musk

Elon Musk ist bekannt durch die Gründung einiger Unternehmen, beispielsweise Paypal, oder als CEO von Tesla. Er stammt eigentlich aus Südafrika, lebt jetzt allerdings in den USA. Er ist offensichtlich ein sehr zielstrebiger Mann, der viele Unternehmen gegründet hat und auch leitet. Er ist mit vollem Engagement dabei und vielleicht ist das ja sein Erfolgsgeheimnis. Vielleicht ist das Geheimnis dieses Erfolgs allerdings auch sein Humor. Beispielsweise nennt Musk die Landestation für die Trägerrakete Of Course I Still Love You, zwar in Anlehnung an ein Sciense-Fiction-Buch, trotzdem ein ulkiger Name für ein ein Teil eines Milliarden US-Dollar schweren Projekts. In seinen Unternehmen scheint er für viel neues Offen zu sein und nutzt deswegen beispielsweise gerne neue Technologien, wie 3D-Drucker, die sogar Metall verarbeiten können.

 

Bildquelle: Pixabayuser NASA-Imagery

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