Deutschlands Schlagwort: Digitale Kompetenz

Wie können Ihre Mitarbeiter die notwendige Handlungsfähigkeit für eine digitale Welt erlangen?

Nach Jörg Hütter ist die Kompetenz eine Eigenschaft von Menschen, die sie in der Lage setzen, in gegebenen Situationen ein Handlungsziel aus Erfahrung, Können und Wissen zu erreichen. Kompetent sein heißt, Situationen angemessen zu meistern.

Die digitale Kompetenz ist eine der acht Schlüsselkompetenzen der EU für das lebenslange Lernen. Diese Kompetenz besteht im sicheren und kritischen Umgang mit den gesamten digitalen Technologien, die für Information, Kommunikation und die Problemlösungsstrategien in allen Lebensbereichen genutzt werden. Besonders Unternehmen legen einen hohen Wert auf diese Kernkompetenzen, da sie den Mitarbeiter umfangreich qualifizieren.

  • Muttersprachliche Kompetenz
  • Fremdsprachliche Kompetenz‘
  • Mathematische Kompetenz
  • natürliche naturwissenschaftlich-technische Kompetenz
  • Computerkompetenz
  • Lernkompetenz
  • Soziale Kompetenz und Bürgerkompetenz
  • Eigeninitiative und unternehmerische Kompetenz
  • Kulturbewusstsein und kulturelle Ausdrucksfähigkeit

In einer repräsentativen Umfrage unter 500 Unternehmen hat Bitkom gefunden, dass für die große Mehrheit der Befragten Weiterbildung rund um Digitalthemen wichtig ist. 87% der Befragten gaben an, dass die Digitalkompetenz genauso wichtig ist, wie die fachliche oder die soziale Kompetenz. Allerdings investieren die Unternehmen in den meisten Fällen nur wenig in die digitale Weiterbildung.

Wenn man sich mit Aus- und Weiterbildung beschäftigt, fällt es auf, dass es kaum Kompetenzkriterien für Digitale Kompetenzen in Unternehmen gibt.

Vielleicht fehlt Unternehmen Klarheit, welche Kompetenzen sie wirklich benötigen? Oder agieren Unternehmen, die weniger klassisch erkannt haben? Müssen Sie sich eher agilen Praktiken öffnen und digitale Kompetenzen bei Mitarbeitern unbewusst „on the job“ ausbilden?

Also was bedeutet das für die Berufsausbildung und Weiterbildung nun genau?

Diese Frage kann einfach beantwortet werden, denn die folgenden 10 Fähigkeiten sollte jeder Mitarbeiter beherrschen. Egal ob es darum geht, etwas zu bewahren oder etwas zu verändern, diese Kompetenzen sind eine wichtige Voraussetzung dafür.

  • Information und Wissen

Die Fähigkeit, eine sinnvolle Auswahl von Informationen zu treffen und die tiefere Bedeutung oder die Stichhaltigkeit von Informationen zu erfassen.

  • Soziale Intelligenz und Verständigung

Die Fähigkeit, sich mit anderen direkten und vertieften Weisen zu verständigen, Stimmungen und Reaktionen zu erfassen und zu fördern sowie Bedürfnisse zu erkennen.

  • Kritisches und flexibles Denken

Die Fähigkeit, durch selbstständige Denkleistung Lösungen und Antworten zu finden, was herkömmlich oder regelbestimmt ist.

  • Umgang mit kultureller und sozialer Heterogenität

Die Fähigkeit, sich in unterschiedlichen sozialen und kulturellen Situationen zu bewegen und die Sichtweisen und Denkmuster anderer zu akzeptieren.

  • Abstraktion und Modellbildung

Die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte und große Datenmengen in abstrakten Konzepten zu übersetzen sowie Modelle zu bilden und auszuwerten.

  • Nutzung digitaler Werkzeuge

Die Fähigkeit, digitale Werkzeuge und mediale Formen sowohl zu nutzen als auch für eine überzeugende Kommunikation einzusetzen.

  • Rollenbilder privat, beruflich und öffentlich

Die Fähigkeit, seine eigene Person in den Digitalen Medien angemessen darzustellen und die Darstellung anderer Personen kritisch zu hinterfragen.

  • Kreatives und produktives Denken

Die Fähigkeit, Ungewöhnliches zu denken und den eigenen Einfällen eine Chance zu geben.

  • Informelles und selbstbestimmtes Lernen

Die Fähigkeit, in schulischen und außerschulischen Kontexten eigenverantwortlich zu lernen.

  • Virtuelle Zusammenarbeit

Die Fähigkeit, ortsunabhängig in einem Team zusammenzuarbeiten.

Zunehmend werden in Unternehmen entsprechende Infrastrukturen und Fehlerkulturen, sowie geplante, geschäftsprozessorientierte Lernmöglichkeiten geschaffen. Mitarbeiter agieren entweder mit ihren eigenen Smartphones oder das Unternehmen legt fest, welche Plattformen zum Lernen in ihrem Unternehmen genutzt werden. Es ist klar, dass Aus- und Weiterbildung ein wichtiger Faktor auf dem Weg zum zukunftsfähigen Unternehmen ist. Daher haben Klein- und Mittelständische Unternehmen echte Chancen, sich im Wettbewerb als wertvoller und attraktiver Arbeitgeber zu positionieren.

Ziele der Berufsausbildung

Das Ziel jeder Ausbildung soll also nicht mehr lediglich die Vermittlung der jeweiligen Inhalte umfassen, sondern auch die Vermittlung der sozialen und digitalen Kompetenzen. Dadurch erreichen die ausgebildeten Menschen eine Beschäftigungsfähigkeit und gelten als qualifiziert. Natürlich sind sie sowohl im fachlichen, als auch im sozialen, digitalen und kulturellen Bereich qualifiziert. Daher sorgen diese Qualifikationen für eine Marktfähigkeit, die sich durch viele Schlüsselkompetenzen auszeichnet. Zu diesen Schlüsselkompetenzen zählt außerdem der Umgang mit der Informationstechnologie und den Sozialen Medien, sodass diese einen Nutzen für die Kunden des Unternehmens schaffen. Vor allem aber bedeutet es, dass die Mitarbeiter die Qualifikationen universell einsetzen können, also im privaten und beruflichen Bereich.

Berufspädagogen für die Aus- und Weiterbildung

Um für die berufliche Weiterbildung und den Erwerb der digitalen Kompetenzen zu sorgen, muss ein Lehrgang zum geprüften Berufspädagogen absolviert werden. In diesem lernt er die aktuellen Trends der beruflichen Bildung, auch im digitalen Bereich, kennen und anwenden. Außerdem werden soziale Kompetenzen  und Fähigkeiten vermittelt, sodass der Berufspädagoge in der Lage ist, die richtigen Teilnehmer zu rekrutieren. Nach der Weiterbildung kann er die Wirtschaftlichkeit und Effektivität der Aus- und Weiterbildung überprüfen und optimieren.

DQR 7

Das Niveau DQR 7 beschreibt notwendige Kompetenzen, die zur Bearbeitung von komplexe, bisher unbekannten Aufgaben und Problemen verwendet werden. Außerdem schaffen sie die Fähigkeit einer eigenverantwortlichen Steuerung von Prozessen im beruflichen Umfeld. Die Anforderungen ändern sich ständig, was auf die immer fortschreitende Digitalisierung zurückzuführen ist. Um an einem Lehrgang zum Berufspädagogen/Berfuspädagogin für die Aus- und Weiterbildung (IHK) teilzunehmen, gibt es viele Möglichkeiten. Das Business Bildungs Center (BBC) verfügt über zahlreiche Standorte und bietet Kurse für einige Weiterbildungen an, auch die Weiterbildung zum Berufspädagogen.

Redaktion

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